Warum ist die Gebäudeheizlast höher als die Summe der Raumlasten?

In den meisten Fällen ist die Gebäudeheizlast, die für die Auslegung des Kessels verwendet wird, kleiner als die Summe der Raumlasten. Das ist auch zu erwarten, denn nur die Verluste über die Außenhülle werden berücksichtigt und der Mindestluftwechsel natürlich belüfteter Räume geht nur zur Hälfte in die Gebäudeberechnung ein .

Sofern jedoch Räume mit einer Zuluft-Anlage vorhanden sind, wird das Aufheizen der Zuluftmenge, von Norm-Außentemperatur auf die Einblastemperatur im Raum, der Gebäudeheizlast zugeschlagen.
Auf diesem Wege kann die Gebäudeheizlast deutlich ansteigen und ggf. auch die Summe der Raumlasten übersteigen.

Die durch die RLT-Anlage verursachte Last, wird bei der Gebäudeberechnung im Reiter "Kennwerte Lüftung" als "mech. Zuluft" ausgewiesen. Falls gewünscht, kann diese Leistung bei der Gebäudeberechnung nicht berücksichtigt werden.

hl1 kennwerteluft

Ist eine Wärmerückgewinnung vorhanden, kann über den Wirkungsgrad die Last durch mechanischen Zuluft reduziert werden.

Wo werden die Mindestluftwechsel hinterlegt?

Im Menü "Katalog" befinden sich die "Raumstammdaten". Dort sind die verschiedenen Raumtypen aufgeführt und neben der Norm-Innentemperatur und der eingeschränkten Innentemperatur ist auch der Mindestluftwechsel enthalten.


Wichtig: Die Raumstammdaten sind jeweils Bestandteil eines Projektes und werden durch die Programminstallation und Updates nicht verändert.

Sofern Sie bereits bestehende Projekte mit den aktuellen Mindestluftwechseln (meist 0,5) berechnen möchten, dann editieren Sie die Raumstammdaten innerhalb des Projektes entsprechend Tabelle 8 aus Beiblatt 1:2008-07.

hl2 raumstammdaten

Wichtiger Hinweis: Damit zukünftige Projekte automatisch mit den gewünschten Mindestluftwechseln berechnet werden, sollten Sie diese im Vorgabeprojekt eintragen. Öffnen Sie in der Projektverwaltung über den Reiter "Vorgabe" die Heizlast-Anlage im "Vorgabeprojekt" und passen Sie dort die Raumstammdaten entsprechend Tabelle 8 aus Beiblatt 1:2008-07 an.

Für einen Raum soll keine Heizlast berechnet werden?

Heizlast mit RaumGEO

Bei einer Bearbeitung mit RaumGEO ist die Sache einfach. Setzen Sie zunächst für den nicht zu berechnenden Raum einen Raumstempel und vergeben eine Raumnummer und eine Raumbezeichnung. Wählen Sie auch unbedingt einen Raum-Typ aus.

Aktivieren Sie „Keinen Raum anlegen“.

hl3 keinraum

Beim Generieren der Daten wird dieser Raum in der Heizlast nicht aktiviert und bleibt somit unberücksichtigt (deaktiviert). Außerdem wird der Transmissionsverlust der umliegenden Räumen zu diesem nicht aktiven Raum automatisch „gegen unbeheizten Raum“ berechnet. Das Delta-T zu diesem unbeheizten Raum wird aus der beim Raum-Typ hinterlegten Temperatur berechnet.

Heizlast ohne RaumGEO

Achten Sie im folgenden Dialog darauf, dass die Daten nur für die Anlage Heizlast gelöscht werden.

hl3 raumdel

Mit Klick auf OK werden die spezifischen Heizlast-Daten für den ausgewählten Raum gelöscht und der der Raum für die Heizlastberechnung deaktiviert.

Alle "deaktivierten" Räume werden für die Heizlastberechnung nicht berücksichtigt.

hl3 nichtaktiv

In der Auflistung der Räume werden diese Räume "blass" dargestellt. Über die Schaltfläche "Aktivieren" können sie zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder für die Heizlastberechnung berücksichtigt werden

Mit welcher Leistung werden die Heizkörper / Heizkreise ausgelegt?

Üblicherweise wird zur Auslegung der Heizkörper die „Heizlast bei eingeschränkter Beheizung“ verwendet.
Sie können jedoch selbst bestimmen, welcher Wert aus der Heizlast zur Auslegung der Heizkörper zu Grunde gelegt werden soll. 

Leistung einstellen

Die Angabe erfolgt in der Heizlastberechnung für jeden Raum separat im Reiter „Raumdaten“.

Über das Auswahlfeld „Leistung für Auslegung“ können Sie die gewünschte Leistung einstellen, die zur Auslegung von Heizkörpern oder Flächenheizkreisen verwendet werden soll.

 hl4 leistunghk1a

Mit einer "globalen Änderung" kann die ausgewählten „Leistung für HK-Auslegung“ auf andere Räume übertragen werden. Die Höhe der Leistung, die an die Heizkörperauslegung übergeben werden soll, können Sie in jedem Raum im unteren Teil der Maske ablesen. 

hl4 leistunghk1b

 

zusätzlich unterbrochener Heizbetrieb

Sofern eine Heizlastberechung mit "unterbrochenem Heizbetrieb" durchgeführt wurde, kann die "zusätzliche Heizleistung durch unterbrochenen Heizbetrieb (Phi-Rh)" ebenfalls für die Auslegung der Heizkörper berücksichtigt werden.

Aktivieren Sie in diesem Fall zusätzlich das Kontrollkästchen vor dem Auswahlfeld

hl4 leistunghk2

Auch die Option „zus. Heizleistung berücksichtigen“ kann mit einer globalen Änderung auf andere Räume übertragen werden.

Wichtig: Nach einer „globalen Änderung“ der Leistung für HK-Auslegung, muss unbedingt in der Heizlast eine Berechnung des Gebäudes durchgeführt werden. Dadurch wird erreicht, dass allen Räumen die ausgewählte Leistung für die Heizkörperauslegung bereit gestellt wird. Um die geänderten Leistungen in der Heizkörperauslegung zu übernehmen, öffnen Sie die Anlage HkCalc und führen dort über den Reiter "Projektdaten" eine "Aktualisierung" durch.

Wie kann eine Schnellauslegung der Heizkörper durchgeführt werden?

Idealerweise wird bereits bei der Bearbeitung des Gebäudes in RaumGEO die Auslegung der Heizkörper eingeplant und berücksichtigt. Sofern die Heizköper wie hier beschrieben initialisiert werden, können sie in RohrSYS automatisch platziert. Die Information an welcher Stelle der Heizkörper "eingebaut" werden sollen wird der Position der Fenster und  Zusatzheizkörper aus RaumGEO entnommen.

Vorbereitung in RaumGEO

Raumtypen dienen zur Klassifizierung der Räume. Beim Berechnen der Heizlast wird  über den Raum-Typ aus dem "Raumstammdaten-Katalog" die Innentemperatur und der Mindest-Luftwechsel übernommen.

hk1 raumtyp

Darüber hinaus wird der RaumTyp aber auch verwendet, um Grunddaten in der Heizkörper- und Flächenheizungsauslegung, sowie in der Kühllastberechnung zu initialisieren. Je mehr Raumtypen Sie verwenden, umso detaillierter können Sie Vorschlagswerte zuweisen.

Setzen Sie außerdem bei jedem Fenster, vor das ein Heizkörper platziert werden soll, die Option "Heizkörper für Fenster vorsehen" und zeichnen Sie einen "Zusatzheizkörper", wenn ein Heizkörper nicht vor einem Fenster vorgesehen ist. Die Anzahl und die Breite wird in der Heizkörperauslegung entsprechend berücksichtigt.

Initialisierung in HkCALC

Im Reiter Projektdaten kann mit einer "Initialisierung" für das gesamte Projekt die Heizkörper ausgelegt werden. Bei Bedarf sogar mit unterschiedlichen Produkten.

Für alle Raum-Typen können Heizkörper-Fabtikate und Abmessungen als Vorschlagwert hinterlegt werden. Je mehr RaumTypen verwendet werden, umso detaillierten können die Vorschlagswerte voreingestellt werden.

hk1 init

Über die Spalte "Init" wird bestimmt, für welche Raumtypen die Initialisierung durchgeführt werden soll. Nur die diesen Raumtypen zugehörigen Räume werden beim Initialiseren beachtet

Über die Schaltfläche "Initialisieren" wird der Vorgang gestartet. Sofern die Räume noch nicht aktiviert sind, werden die zu den ausgewählten RaumTypen gehörenden Räume aktiviert, deren Heizlast übernommen, die anteilige Leistung für die gewünschte Anzahl von Heizkörpern berechnet und die Heizkörper ausgelegt.

Was ist beim Ändern der initialisierten Heizkörper unbedingt zu beachten?

Um die ausgelegten Heizkörper automatisch in der Zeichnung platzieren zu können, muss RohrSYS wissen, an welchen Stellen die Heizkörper im Grundriss vorgesehen sind. Dies geschieht über die "RG-ID" in der Heizkörperauslegung, hinter der sich die Objektnummer der Fenster und Zusatz-HK aus RaumGEO verbirgt.

Über das „Detaillierte Initialisieren“ bzw. „Init Raum“ in der Heizkörperauslegung erhält jeder Raum die entsprechende Anzahl von Vorschlags-Heizkörpern - inklusive RG-ID.

hk3 rgid

Sollen in einem Raum andere Heizkörperfabrikate verwendet werden, darf keinesfalls eine vorhandene Zeile mit dem "ungewollten" Vorschlags-Heizkörper gelöscht werden. Dadurch geht die wichtige RG-ID verloren und dieser Heizkörper kann nicht mehr automatisch in der Rohrnetzberechnung platziert werden.

Öffnen Sie stattdessen mit einem Doppelklick im Feld "Grp" die Tabelle mit Heizkörper-Gruppen oder mit einem Doppelklick in "Herst" bzw.  "Prod" den Heizkörperkatalog und wählen Sie dort das gewünschte Fabrikat aus.

Wie kann eine zusätzliche Wärmequelle berücksichtigt werden?

Wird die Heizlast des Raumes "Q-Raum" nicht komplett über Heizkörper gedeckt, sondern teilweise über externe Wärmequellen aufgebracht (z.B. Luftheizung), so tragen Sie diese separate Wärmeleistung im Reiter "Heizkörperdaten" in das Feld "Q-Extern" ein.

hk2 zusquelle

Sofern bereits eine Fußbodenheizung mit mh-FbCALC für diesen Raum ausgelegt wurde, wird die Leistung im Feld"Q-Fußb.hzg"angezeigt.

Die zu installierende Soll-Leistung "Qsoll" der Heizkörper wird dann automatisch um Q-Fußb.hzg + Q-Extern vermindert.

Wie kann die Auslegung der Heizkreise beschleunigt werden?

Vorbereitung in RaumGEO

Es ist empfehlenswert, in RaumGEO den Räumen einen Raum-Typ zuzuordnen. Beim Berechnen der Heizlast wird dann über den Raum-Typ aus dem "Raumstammdaten-Katalog" die Innentemperatur und der Mindest-Luftwechsel übernommen.

fb1 raumtyp

Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung von Raum-Typen, gezielt Räume für die Auslegung von Flächenheizungen auszuwählen und über das Zuweisen von Vorschlagswerten nahezu automatisch die Heizkreise zu dimensionieren.

Initialisierung in FbCALC

Im Reiter Projektdaten kann mit einer "Initialisierung" für das gesamte Projekt die Heizflächen ausgelegt werden. Bei Bedarf sogar mit unterschiedlichen Produkten.

fb1 init

Beim Öffnen der Flächenheizungsauslegung eines Projektes, werden alle verwendeten Raum-Typen angezeigt. Sie können nun jedem Raum-Typ ein Fabrikat zuordnen und mit zusätzlichen Parametern wie z.B. minimaler und maximaler Verlegeabstand versehen. Über die Schaltfläche "Initialisieren" wird der Vorgang gestartet. Sofern die Räume noch nicht aktiviert sind, werden die zu den ausgewählten RaumTypen gehörenden Räume aktiviert, deren Heizlast übernommen und die erforderliche Anzahl von Heizkreisen ausgelegt.

Wie können bereits ausgelegte Heizkörper berücksichtigt werden?

Wird die Heizlast des Raumes "Q-Raum" nicht komplett über die Flächenheizung gedeckt, sondern teilweise über andere Leistungen aufgebracht, so tragen Sie diese separate Wärmeleistung im Feld "Q-Extern" ein.

fb2 extern

Bei einer bereits durchgeführten Heizkörperauslegung, werden die Heizkörperleistungen innerhalb eines Raumes automatisch berücksichtigt.

Haben Sie bereits bei der Heizkörperauslegung eine Externe Leistung berücksichtigt, dann setzen Sie die Option Q-Extern um die Leistung automatisch aus der Heizkörperauslegung zu übernehmen. Die zu installierende Leistung der Flächenheizung (Fußbodenheizung) wird dann automatisch um diese Leistung vermindert.

Wie werden Aufenthalts- und Randzone ausgelegt?

Heizkreis mit Aufenthalts- und Randzone

fb3 1

Im Falle einer „vorgeschaltenen“ Randzone vergeben Sie eine Zonen-Nr und tragen die notwendigen Daten für diese Zone unter dem Reiter „Aufenthaltszone“ bzw. „Randzone“ ein. Die Vorlauftemperatur der Aufenthaltszone ergibt sich hierbei automatisch aufgrund der Wärmeabgabe in der Randzone.

Separate Aufenthalts- und Randzone

fb3 2

 Soll die Randzone „separat“ von der Aufenthaltszone betrieben werden, dann vergeben Sie eine Zonen-Nr und tragen die Daten für die Aufenthaltszone ein. Im zugehörigen Reiter Randzone wählen Sie den Modus „nicht berücksichtigen“.

fb3 3

Vergeben Sie eine weitere Zonen-Nr. Wählen Sie hier im Reiter Aufenthaltszone den Modus „nicht berücksichtigen“ und tragen Sie die Daten für die Randzone im entsprechenden Reiter ein. Die erste Zone in diesem Raum besteht somit aus einer reinen Aufenthaltszone, die zweite nur aus einer Randzone. Beide Zonen beeinflussen sich nicht gegenseitig.

Wie kann Vor- und Rücklauf angeordnet werden?

Vor- und Rücklauf nebeneinander

Wenn Sie beim Zeichnen im 2 Rohr-Modus von der Senkrechten in die Horizontale wechseln, wird der Rücklauf automatisch auf der Höhe des Vorlaufs platziert.

rc1 shift0

Vor- und Rücklauf übereinander

Das ist beim Übergang von einer Steigleitung in eine Verteilleitung auf dem Fußboden praktisch. Sollen jedoch die Leitungen in der Wand verlegt werden, sind Vor- und Rücklauf übereinander anzuordnen.

rc1 shift1

Halten Sie dazu nach dem Richtungswechsel in die Horizontale die SHIFT-Taste so lange gedrückt, bis Sie mit einem Mausklick das Zeichnen dieser (ersten) Leitung abgeschlossen haben.

Nach welcher Leistung wird der Massenstrom eines Heizkörpers berechnet?

Für die Berechnung des Massenstromes eines Heizkörpers im Modul RohrSYS wird üblicherweise die Heizlast des Raumes, bzw. dessen anteilige Soll-Leistung (Qsoll) aus der Heizkörperauslegung verwendet. Hierdurch wird sichergestellt, dass aufgrund überdimensionierter Heizkörper das Rohrnetz nicht ebenfalls überdimensioniert wird. Die Standard-Einstellung für die zu verwendende Leistungsangabe ist deshalb "HkCALC".

Sind, z.B. aus optischen Gründen, stark unterdimensionierte Heizkörper vom Anwender fest vorgegeben, versucht die Rohrnetzberechnung bei der "Leistungsangabe = HkCALC" durch Vergrößern des Massenstromes die vorgegebene Sollleistung zu erreichen.

rc2 qeff

In den Objekt-Daten jedes Heizkörpes kann die zu verwendende Leistungsangabe individuell gewählt werden. Verwenden Sie in diesem Fall "Leistungsangabe = HkCALCe", um den Massenstrom für die (unterdimensionierten) effektive Leistung (Qeff) des mit Absicht zu klein gewählten Heizkörpers zu berechnen. 

Welche Möglichkeiten gibt es, die Leistungsabgabe der Verbraucher einzugeben?

In den Objekt-Daten jedes Heizkörpes kann die zu verwendende Leistungsangabe individuell gewählt werden. Wählen Sie im Feld "Leistungsangabe" die gewünschte Methode aus. Neben der konventionellen Angabe der Leistung Q [W] stehen weitere Varianten zur Verfügung:

rc3 leistungsangabe

Interessant, insbesondere für Kältenetze, ist es den "Massenstrom" für den Verbraucher vorzugeben.

Alternativ kann die tatsächliche Leistungsabgabe eines Heizkörpers / Verbrauchers auch über die Leistung Q in Kombination mit der Vor- und Rücklauftemperatur oder der Temperaturspreizung berechnet werden.

Sind die spezifischen Eigenschaften eines Heizkörpers bekannt, kann die Leistungsangabe - ohne Verknüpfung zur Heizkörperauslegung - über die Parameter Leistung Q, Raumluft-Temperatur, Normleistung und HK-Exponent erfolgen.

Über die Leistungsangabe "HkCALC" sowie der Raum-Nr inklusive  HK-Nr wird eine Verknüpfung zur Heizkörperauslegung hergestellt und der Massenstrom für die Soll-Leistung (Q-Soll) des Heizkörpers ermittelt. Über- oder unterdimensionierte Heizkörper werden somit ausgeglichen.

Anstelle der Soll-Leistung eines Heizkörpers kann auch über die Leistungsangabe "HkCALCe" die effektive Leistung (Q-Eff) zu Grunde gelegt werden. Bei der Berechnung des Rohrnetzes wird dann jeweils auf die aktuellen Daten der ausgelegten Heizkörper zurück gegriffen.

Nach einer Überarbeitung der Heizkörper muss also lediglich das Rohrnetz nochmals neu durchgerechnet werden.

Wie wird verhindert, dass der Abgleich über die Verschraubung erfolgt?

Normalerweise werden abzudrosselnde Drücke in dieser Reihenfolge abgebaut:

Strangregulierventil   ->   Thermostatventil   ->   Rücklaufverschraubung

Soll die Einregulierung des Netzes nicht über das Rücklaufventil erfolgen, geben Sie im Daten-Reiter des Ventils im Feld "Einstellung" den Einstellwert für die offene Verschraubung fest vor.

Mit einem Doppelklick in das Feld Einstellung können Sie den Wert auch direkt aus dem Katalog übernehmen. Die Einstellung für das offenen Ventil ist dort bei einigen Herstellern mit "Offen" oder auch mit  "Werkseinstellung" gekennzeichnet.

Wie findet man aus dem Listen-Ausdruck das zugehörige Bauteil in der Grafik?

In der Druckausgabe werden die Ergebnisse in Listenform ausgegeben. Hier fehlt der sichtbare Bezug zur Rohrnetzgrafik. Soll ein bestimmter Wert aus dem Listenausdruck im Programm überprüft werden, lässt sich das Objekt leicht über die ausgedruckte "Objekt-Nummer" in der Zeichnung finden.

 Zoomen Sie in einen beliebigen Teil der Grafik. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein beliebiges Bauteil, um dessen Objekt-Daten am linken Bildschirmrand anzuzeigen.  

 rc4 objektnr

 Tragen Sie im Feld "Objekt-Nr." die gewünschte Nummer ein und verlassen das Feld mit <Return>.

 Die gesuchte Datenmaske wird eingeblendet und das zugehörige Bauteil blinkend in der Grafik angezeigt. Falls das Bauteil sehr klein abgebildet ist, erscheint zusätzlich ein blinkender Rahmen um das Bauteil.

Wie können eigene Ventilkataloge erfasst werden?

Ventil-Datensatz nach VDI 3805 / 2

In RohrSYS können Sie die Datensatze gemäß VDI 3805 / Teil 2 importieren. Beim Berechnen werden die Ventile mit den hinterlegten technischen Daten berücksichtigt und die Voreinstellung berechnet. Sofern ein 3D-Modell des Ventils im Datensatz hinterlegt ist, kann wahlweise die vereinfachten Darstellung oder die orignal 3D-Ausgabe in der Zeichnung angezeigt werden. Am Besten schauen Sie auf der Hersteller-Seite oder in unserem Downloadbereich ob dort der gesuchte Datensatz angeboten wird. Die Datensätze nach VDI 3805 können nicht verändert werden.

Ventile erfassen

Seit Verabschiedung der VDI 3805 / Teil 2 sollte es eigentlich nicht mehr notwendig sein Ventil-Daten selber erfassen zu müssen. Denn mit dieser Richtlinie ist der Produktdatenaustausch von Ventilen für technische Berechnungen geregelt. Die meisten Hersteller stellen deshalb auch Ihre Produktdaten in diesem Format zur Verfügung.

Sollten Sie dennoch Ventile von Herstellern verarbeiten wollen, die keine VDI 3805-Daten anbieten, können Sie ausschließlich Ventile mit einem festen kvs-Wert (Festwiderstände) im Ventilkatalog erfassen.

Aber auch das sollte nur im Ausnahmefall erfolgen, da eine korrekte Berechnung nur bei richtig und vollständig eingetragenen Ventilkennwerten möglich ist. Am besten orientieren Sie sich bei der Erfassung von eigenen Ventilen an den Daten eines bereits eingelesenen VDI 3805-2 Datensatzes.

Gehen Sie beim Erfassen so vor:

  1. Öffnen Sie die Rohrnetzanlage, für die Sie das Ventil benötigen und wählen Sie aus dem Menü "Kataloge" > "Ventile".
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Editieren"
  3. Geben Sie in der linken oberen Tabelle eine Kurzbezeichnung und einen Langtext für den Hersteller ein
  4. Tragen Sie in der linken mittleren Tabelle den für Festwiderstände üblichen IDX = 5 und einen beliebigen Langtext für die Armaturenart ein.
  5. Tragen Sie in der linken unteren Tabelle einen beliebigen IDX und einen beliebigen Langtext für die Armaturentyp ein. Der Eintrag in der Spalte Typ wird automatisch erstellt.
  6. Tragen Sie im Reiter "technische Daten" auf der rechten Seite in der Maske DN, kvs, zulässiger Druck und eine beliebige Bezeichnung für die zu erfassenden Ventile ein.
  7. Beenden Sie das Erfassen indem Sie die Schaltfläche "Editieren" deaktivieren und die Maske über die Schaltfläche "Schließen" verlassen.

Wichtig: Erfassen Sie eigene Ventile immer vollständig per Hand.

Sie dürfen KEINESFALLS die Kopie eines VDI-Datensatzes überarbeiten!

Ist es sinnvoll, für Thermostatventile eine Ventilautorität vorzugeben?

Aus regelungstechnischen Gründen ist man bestrebt, für Thermostatventile eine Ventilautorität zwischen 0,3 und 0,7 zu erreichen. Dadurch werden jedoch unter Umständen Ventilvoreinstellungen gewählt, die den Gesamtdruckverlust deutlich anheben. 

Die Vorgabe einer minimalen Autorität ist jedoch nur für Thermostatventile mit Kegeleinsätzen zu empfehlen. 

rc5 autoritaet

Empfehlung: Lassen Sie bei allen Thermostatventilen ohne Kegeleinsätze (und die sind mittlerweile die Regel) in den Objekt-Daten das Feld für Autorität min = leer. Sie vermeiden so, dass der Gesamtdruck durch die Vorgabe unnötigerweise angehoben wird, was sich negativ auf die Pumpenleistung und den Einstellungen der restlichen Ventilen auswirken könnte.