Zusammenfassung: Planen im Systemlinienmodell

Zusammenfassung: Planen im Systemlinienmodell

Wie sieht modellorientiertes Planen mit der Systemlinien-Technologie (SyLT) aus?

Planen mit der Systemlinien-Technologie (SyLT) bedeutet, stets in einem datengetriebenen, virtuellen Gesamtmodell zu arbeiten. Nur so werden zwei, für die heutigen Planungsaufgaben extrem wichtigen Kriterien erfüllt:

1. Es existiert keine Trennung zwischen Zeichnung und Berechnung. Wird eine Systemlinie (Wand, Rohr, Kanal) oder Systemkomponente (Luftdurchlass, Armatur, Heizkörper, Brandschutzklappe...) aus dem Modell gelöscht, liegen keinerlei Daten dieses Objektes mehr vor. Kommt ein Objekt hinzu, sind dessen Daten grundsätzlich auch Teil der Berechnung.

2. Es existiert keine Trennung zwischen den Stockwerken. Gewerke werden immer als ganzes betrachtet. Eine künstliche Trennung durch Stockwerke wird nicht vorgenommen. Änderungen in einem Stockwerk haben automatisch Einfluss auf die Berechnung und Dimensionierung der anderen Stockwerke - ohne Zutun des Planers.

  • Welche Erfahrung besitzt mh-software mit der modellorientierten Planung?

    Noch bevor der BIM-Kerngedanke formuliert war, verfolgte mh-software die datengetriebene Modellierung der technischen Gewerke. Und dies bereits seit 1990. Die Produkte der mh-software GmbH haben schon zu DOS-Zeiten im Systemlinien-Modell gearbeitet - die ersten Jahre 2D, später dann 3D. Seitdem profitieren viele Planungsbüros von der modellorientierten Planung.

    Welche Nachteile haben bauteilorientierte CAD-Programme?

    Viele CAD-Programme arbeiten bauteilorientiert. Das bedeutet, dass ein Modell eines Gewerkes aus einzelnen Bausteinen (z.B. Luftkanal, T-Stück, Luftkanal, Bogen...) zusammengesetzt ist. Diese Vorgehensweise verspricht bereits einen hohen Detailierungsgrad während der Konstruktion, verlangt aber gleichzeitig einen entsprechend hohen Aufwand bereits in frühen Planungsphasen.

    Gewerke werden Bauteil für Bauteil erzeugt - teilweise gibt es Bauteilgeneratoren. Aber bei Änderungen müssen die einzelnen Objekte manuell angepasst werden.

    Diese Bearbeitung ist somit zeitaufwändig und kostenintensiv.

  • CAD-Programme erfordern hohen Schulungsaufwand

    Zur Bearbeitung ist in der Regel eine fundierte CAD-Ausbildung notwendig. Somit fällt es dem nicht CAD-affinen Bearbeiter schwer, selbst ein Modell zu erstellen oder kleinere Änderungen per Hand vorzunehmen.

    Somit wird mehr Personal gebunden.

    In den Produkten der mh-software wird lediglich mit Systemlinien ein Trassenverlauf vorgegeben und mittels Komponenten (Luftdurchlässe, Schalldämpfer, Heizkörperarmaturen, Sanitärentnahmestellen) Anforderungen an das Netz gestellt. Die nötigen Bauteile generieren sich automatisch aus den Anforderungen.

    CAD-Programme erfordern Mehraufwand durch verschiedene Datenquellen

    Viele CAD-Programme arbeiten stockwerksorientiert. Die Planung einer Anlage muss somit grundsätzlich über mehrere einzelne Zeichnungen verteilt werden. Hierbei ist folgender Ablauf erforderlich:

    Jedes Stockwerk wird in einem eigenen eingeschränkten Modellbereich konstruiert.
    Für die Berechnung und zur Kontrolle müssen die einzelnen Stockwerkszeichnungen zu einem Gesamtmodell zusammengeführt werden. Hierzu sind für Steigleitungen Übergabepunkte zu definieren, um die Objekte der verschiedenen Zeichnungen miteinander zu verknüpfen.

  •  

    Die Berechnung erfolgt mit Hilfe des künstlich angelegten Gesamt-Modellbereichs. Die Korrektur von zeichnerischen Eingabefehlern oder Berechnungsdaten erschwert die Durchführung einer Berechnung.
    Berechnungsergebnisse müssen in die separaten Teil-Modellbereiche der einzelnen Zeichnungen rückübertragen werden.
    Aus den separaten Stockwerkszeichnungen werden Papierpläne erstellt.


    Der beschriebene Arbeitsablauf verdeutlicht den Mehraufwand, der durch die Aufteilung in einzelne Stockwerke verursacht wird. Diese Trennung schafft zudem weitere Fehlerquellen, die einer Planungssicherheit entgegenstehen.

     

    Beim Zeichnen mit bauteil-orientierten CAD-Systemen müssen Objekte in separat erstellten stockwerkübergreifenden Schnitten nochmals gezeichnet werden. Diese Objekte sind folglich mehrfach vorhanden. Ändern sich die Objekte, müssen alle separat erstellten Plänen mit großem Aufwand manuell angepasst werden, was wiederum eine erhebliche Fehlerquelle darstellt.

    Systemlinien-Modell als Lösung

    Vermeiden Sie diese Schwierigkeiten, indem Sie das modellbasierte mh-BIM einsetzen. Hier können beliebige Pläne / Schnitte aus dem Gesamtmodell auf Knopfdruck generiert werden. Diese Pläne sind automatisch immer auf einem aktuellen Stand.

Vorteile

  • Arbeiten in der "single source of truth" - alle Dokumente (Massen, Berechnungen, Pläne ...) werden aus einer einzigen Datenquelle generiert
  • Modellbasierte Konstruktion
  • Die Bauteile werden generiert, nicht konstruiert
  • Jedes Modell-Objekt besitzt eigene Parameter, die das reale Objekt in seiner Geometrie und den technischen Daten beschreibt
  • Das Gesamt-Modell kann jederzeit berechnet werden
  • Zeichnungen werden aus dem Gesamt-Modell „live“ abgeleitet
  • Durch die Berechnung veränderte geometrische Darstellungen der Objekte wirken sich automatisch auf alle Zeichnungen aus
  • Beschriftungen, z.B. Abmessungen, Massenströme und Einstellungen, werden in den Zeichnungen automatisch „live“ aktualisiert
  • Zeichnungen basieren immer auf einem einzigen Modell und können daher keine widersprüchlichen Darstellungen oder Daten enthalten
  • 3D-Modelle bieten eine bessere Grundlage zur Kommunikation