"Rohre oder Kanäle konstruieren, ohne Bögen und Abzweige einzubauen – wie soll das funktionieren?"

Die Systemlinien bilden ein Geflecht, vergleichbar mit einem nervalen Netzwerk. Die Knotenpunkte sind nichts anderes als Positionen, an denen mehrere gerade Leitungsstücke aufeinandertreffen, die bestimmte Eigenschaften besitzen.

Einige der Eigenschaften können aus den verknüpften geraden Leitungsstücken abgeleitet werden. Das ist zum Beispiel der Winkel, den die Leitungsstücke zueinander besitzen oder deren Anschlussdimensionen.

Auch über die Anzahl der verknüpften Leitungsstücke ergeben sich automatisch Eigenschaften: Stoßen zwei Leitungen in einem Winkel aufeinander wird ein Bogen benötigt, bei drei Leitungen ein Abzweig und bei vier ein Kreuzungsstück.

 

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    Warum sollten Sie als Anwender diese Auswahl explizit treffen und ein solches Formstück aus einer Bibliothek auswählen, wenn eine intelligente Technologie das dynamisch aus der aktuellen Zeichnung ableiten kann?

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    Das funktioniert übrigens genauso perfekt beim Rückbau / Umbau von Leitungsführungen. Wird an einem Abzweig eine der durchgehenden Leitungsstücke gelöscht, ändert sich die Eigenschaft am Knotenpunkt von T-Stück in Bogen. Wird die abgehende Leitung ebenfalls entfernt, entfällt das Formteil (Bogen) komplett.

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    Und weil Rohre, Kanäle und Formteile „nur“ Eigenschaften von Systemlinien und deren Knotenpunkten sind, können diese Eigenschaften jederzeit mit den verschiedensten Darstellungsvarianten verknüpft werden und somit auf Knopfdruck deren Erscheinungsbild ändern.