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(R)evolution durch CAE

(R)evolution in der Planung durch CAE
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In allen Bereichen des täglichen Lebens übernehmen Werkzeuge im weitesten Sinne eine wichtige Rolle.
Die Kunst besteht darin, zur Lösung einer Aufgabe das richtige Werkzeug zu wählen und korrekt anzuwenden. Ohne darüber nachzudenken, werden einige Werkzeuge intuitiv korrekt eingesetzt, z.B. bei der Wahl des richtigen Fahrzeuges, das ein Objekt von A nach B transportieren soll. Ist die Entfernung von A nach B groß, wird ein Auto oder evtl. ein Zug gewählt. Ist der nächste Briefkasten das Ziel, kommen die eigenen Beine oder das Fahrrad zum Einsatz. Zum Transport eines großen Gutes wird ein LKW gewählt.

Komplizierter wird die Sache bereits, wenn mehrere Transportmittel (Werkzeuge) kombiniert werden, wie z.B. bei einer kostengünstigen und zeitsparenden Fahrt zur Arbeitsstelle. Soll zum Bahnhof ein Fahrrad oder die Straßenbahn genutzt werden? Sollte am Zielbahnhof ein Zweitfahrrad deponiert oder auf den Bus umgestiegen werden? Ist es günstiger ein kleines sparsames Auto anzuschaffen, obwohl mit ständigen Staus zu rechnen und zudem ein längerer Weg vom Parkplatz zur Arbeitsstelle zurückzulegen ist?

Zur Bearbeitung von Planungsaufgaben stehen Planern ebenfalls unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung: CAD-Systeme zum Zeichnen und verschiedene Berechnungsprogramme für Dimensionierungen.

In diesem Artikel soll gezeigt werden, dass durch die Verwendung eines CAE-Werkzeuges größere Einsparpotentiale erschlossen werden, bei gleichzeitiger Steigerung der Planungsqualität. Jedoch bieten nicht alle mit "CAE" gekennzeichneten Werkzeuge die erforderliche Funktionalität.
Im Planungsalltag sind heute CAD-Systeme und Berechnungsprogramme unverzichtbare Werkzeuge, ohne die Planungen nicht kostendeckend durchführbar sind. Immer leistungsfähigere Programme tragen zu einem effektiveren Arbeitsablauf bei. Doch was seit Jahren gleich geblieben ist und auch in Zukunft eine feste Größe sein wird, sind die von Planern so geliebten Änderungen der Architekten. Als "Schuldige" die Architekten auszumachen wäre jedoch grundlegend falsch, da es sich wohl kein Architekt zur Aufgabe macht, Planer mit Änderungen zu "ärgern".
Jeder Planer wird - auch ohne Änderungen des Architekten - schon die Erfahrung gemacht haben, seine Planungen teilweise nochmals überarbeiten oder schlimmstenfalls verwerfen zu müssen. Es ist daher sinnvoll, die Existenz nachträglicher Änderungen wie eine Naturkonstante zu akzeptieren und ein Konzept zu erarbeiten, mit dem die Auswirkungen und die Kosten durch Änderungen minimiert werden.
Die Zahl der Änderungen ist in der Entwurfsplanung am höchsten und nimmt bis zur Ausführungsplanung ab. Für die einzelnen Planungsphasen werden unterstützende Werkzeuge eingesetzt.
Hierbei gilt die Regel: Je komplexer ein Werkzeug, umso aufwändiger sind grundlegende Änderungen. Änderungen in der Vorplanung kosten weniger Zeit, als gleiche Änderungen während der Ausführungsplanung. Für den Planer besteht die Aufgabe, die richtigen Werkzeuge zum geeigneten Zeitpunkt einzusetzen. Dies hört sich trivial an. Die Praxis zeigt jedoch, dass gerade in diesem Punkt noch ein enormes Einsparungspotential schlummert.
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Prof. Roland Kraus
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